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LOP


LOP war (erst) der Anfang…

Als wir im Juli 2013 Schwerpunkt-Kita im Programm des Bundesministeriums für Familie, Senioren, Frauen und Jugend wurden, gab das den Anstoß für uns als Kindertagesstätte zur Beschäftigung und  Auseinandersetzung mit dem Thema Ausbildung.

 

Mit Ausbildung war zunächst gemeint, die Stärkung der Ausbildungsqualität (Was müssen wir tun, dass unsere Auszubildenden möglichst gut gerüstet ins Berufsleben gehen?), die Qualifizierung unserer Kollegen (Wie können wir uns selber weiterbilden, dass wir gut anleiten und ausbilden?) und die Gewinnung von neuem Fachpersonal (in Zeiten von Fachkräftemangel sicherlich eine Hauptaufgabe mit!).

 

In der Zeit des LOP-Programms hat sich die KiTa Kunterbunt zusammen mit dem gesamten Team als Ausbildungs-Kita qualifiziert, aufgestellt und wurde von der Regiestelle als Referenz-Kindertagesstätte benannt.

 

Schnell ist uns klar geworden, dass der Mangel an Fachkräften eine der größten Herausforderungen für den Kindertagesstätten Bereich sein wird.

... bei uns werden die Azubis auf Händen getragen...
... bei uns werden die Azubis auf Händen getragen...

Denn die Kitas buhlen um Erzieher/innen. 30 000! So viele Erzieher und Erzieherinnen fehlen in deutschen Kindertagesstätten, schätzt die Arbeiterwohlfahrt.

 

Bereits heute können sich qualifizierte Fachkräfte vielerorts ihre Stellen quasi aussuchen. Passt ihnen die Arbeitsstätte oder das Umfeld nicht, sind sie nach wenigen Wochen wieder weg oder bewerben sich erst gar nicht auf eine befristete Arbeitsstelle oder eine mit schlechten Bedingungen.

 

Die Bewerber können sich aktuell schon fast die Rosinen rauspicken, also eine Stelle, die besondere Konditionen bietet z.B. besonderes Konzept, bessere Eingruppierung des Gehalts, Zusatzleistungen, Wohnortnähe.

 

Oder man versucht als Einrichtung mit noch anderen „Besonderheiten“ auf sich aufmerksam zu machen….

 

Durch persönliche Kontakte bekamen wir dann die Möglichkeit, unsere KiTa auf einer Ausbildungsmesse zu präsentieren, dabei aktiv unseren Beruf und die Einrichtung zu präsentieren und auch dort Personal-Akquise zu betreiben.

 

Für die Auftritte und die Präsentation auf Praxistagen, Ausbildungs- und Jobmessen haben wir deshalb unser eigenes „Messekonzept“ entwickelt.

 

Unsere Ausbildenden und Praktikanten sind wichtige Akteure bei der Darstellung der KiTa in der Öffentlichkeit.

 

Sie sind diejenigen, die die jugendlichen Messebesucher ansprechen, den Kontakt aufbauen, das Publikum vom Erzieherberuf begeistern, zu Mitmach- und Kennlernangeboten motivieren- letztlich präsentieren sie die Dissener Kindertagesstätten-Landschaft in der Gesellschaft.

Leider ist dieses wertvolle Programm zum 31.07.2016 ausgelaufen.

 

Das über 3 Jahre angesammelte Wissen und die außerordentlichen Aktivitäten auf Messen und in der Öffentlichkeit drohten nun an Mangel an Zeit und Ressourcen zu stocken.

 

Uns war es trotzdem sehr wichtig, den Ausbildungsgedanken weiterhin in der KiTa zu verfolgen.

 

So haben wir uns auf den Weg gemacht, um potentielle Geldgeber auf unser Projekt aufmerksam zu machen.

 

Da der Stiftung Sparkasse bewusst ist, wie wichtig es ist, in die Zukunft sozialer Berufe zu investieren, hat sich Herr Rotert als Geschäftsführer für die Finanzierung unserer Idee eingesetzt. Die Stiftung Sparkasse übernimmt nun zu einem Großteil die Finanzierung des Programms.

 

Auch die Fuchs-Stiftung und die Stadt Dissen beteiligen sich mit finanziellen Mitteln an unserem Projekt, dass mittlerweile den offiziellen Namen „KiTa bildet und bildet aus“ trägt.


Inzwischen hat sich „KiTa bildet und bildet aus“ auch über die Dissener Grenzen hinaus einen Namen gemacht.

 

In der Historisch Ökologischen Bildungssstätte in Papenburg hatten wir die Gelegenheit im Referententeam mit Prof. Dr. Wolfgang Tietze und Dr. rer. nat. habil. Gabriele Haug-Schnabel auf der Fachtagung "Neue Wege in der Professionalisierung der Erzieher/innenausbildung – Die Bedeutung der Praxisanleitung" mitzuwirken.


Ob auf Diversity-Veranstaltungen des Landkreises, den Job- und Ausbildungsmessen in und um Osnabrück, auf Fachtagungen und auch selbst im Familienministerium in Berlin-wir möchten allen gesellschaftlichen Gruppen vermitteln, wie wichtig es ist, für Nachwuchs in unserem Beruf zu sorgen.

 

Denn: wer sonst soll(te) in Zukunft die gute und qualifizierte Betreuung und Erziehung unserer Kinder übernehmen?????

 

Susanne Belau - Praxismentorin